Unterstützt von ALBASUIZA, MultiWatch und der Vereinigung Schweiz-Cuba hat ALBA Basel zu einer eindrücklichen Veranstaltung eingeladen, mit Augenzeugen aus Guerrero und Filmaufnahmen, die keine weiteren Worte brauchten.DSC06597 (Medium) DSC06593 (Medium) DSC06594 (Medium)

 

 

 

So wurde denn auch eine Solidaritätsbotschaft verfasst und den Gästen nach Mexico mitgegeben:

ALBA Basel (Arbeitsgruppe Lateinamerika Basel), ALBA Suiza und VSC Vereinigung Schweiz-Cuba solidarisieren sich mit dem würdigen Volk von Guerrero, mit den Opfern des Angriffs vom 26. und 27. September in Iguala, mit ihren Familien, ihren Lieben und ihren Kameradinnen und Kameraden.

Den Verteidigerinnen und Verteidigern der Menschenrechte unsere moralische Unterstützung

Unsere Gedanken sind mit Euch.

Wir verurteilen aufs Schärfste die kriminelle Gewalt durch die Sicherheitskräfte und Mitglieder des organisierten Verbrechens gegen die Studierenden der Escuela Normal Rural von Ayotzinapa, mit einem Saldo von 6 Toten, Dutzenden Verletzten und 43 Entführten und seither Vermissten.

Die Anzeigen von StudentInnen und anderen Augenzeugen, sowie die Entdeckungen von geheimen Gräbern in der Folge, stellen uns vor die Tatsache eines Staatsverbrechens, eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit. Wer teilte nicht den Schmerz und die Verzweiflung der Opfer, ihrer Familien und Nächsten ob dieser unmenschlichen Gewalt?

Die in Iguala begangenen Gewalttätigkeiten sind nur die neuesten in einer unendlichen Serie von Verbrechen gegen Menschen- und zivile Rechte, die seit vielen Jahren die Realität in Mexiko auszeichnen. Die politische Korruption und die Straflosigkeit sind Ursachen und Motor der organisierten Gewalt, ausgeübt, geduldet und genutzt für die Interessen der faktischen Mächte in Politik, Geschäftswelt und der Verbrechenskartelle.

Dieser Angriff gegen die Studierenden von Ayotzinapa ist ein weiteres Zeichen eines schmutzigen Kriegs, der die AktivistInnen des sozialen Widerstands kriminalisiert, umbringt, entführt und verschwinden lässt. Ein weiterer Hieb, um die Bevölkerung zu terrorisieren.

Die späten Erklärungen des Präsidenten, Tage nach dem Massaker, sind bis heute leere Versprechen geblieben; es fehlt an einer tatkräftigen Umsetzung mit Ermittlungen und einer wirklichen Betreuung der Familien.

Wir schliessen uns der Forderung des mexikanischen Volkes und verschiedener internationalen Organismen an und verlangen von den Behörden:
alle nötigen Anstrengungen zu unternehmen, um die verschwundenen Studenten zu finden und ihre Integrität zu garantieren;
eine gründliche, objektive und transparente Ermittlung zu führen;
die materiellen und intellektuellen Verantwortlichen der Taten gerichtlich zu belangen.

Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden in Guerrero, in ganz Mexiko: ¡Ihr seid nicht allein!

Der Kampf geht weiter!