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Über die politischen Anklage gegen die Präsidentin Dilma Rousseff muss wegen Mangels an Beweisen in der Abgeordnetenkammer erneut abgestimmt werden. Foto TELESUR

Der Interimspräsident des brasilianischen Abgeordnetenhauses Wlaldir Maranhao annullierte am Montag die Abstimmung gegen die Präsidentin Dilma Rousseff, die am vergangenen 17. April durchgeführt worden war, wie die teleSUR Korrespondentin Adriana Robreño berichtete.

Robreño sagte, dass der Prozess nicht definitiv abgesagt worden sei und erklärte, dass diese Entscheidung bedeute, dass das Verfahren gegen die Präsidentin zur Abgeordnetenkammer zurückverwiesen wurde, um eine erneute Abstimmung durchzuführen.

Außerdem stellte die Korrespondentin fest, dass die Suspendierung der Abstimmung den Verbündeten der Präsidentin und den sozialen Bewegungen neue Hoffnung gebe und das bekräftige, was Rousseff während des ganzen Prozesses erklärt habe, nämlich dass sie kein Vebrechen begangen habe und Opfer eines Staatsstreiches sei.

Sie erklärte außerdem, dass ab Montag die Debatten „hinter den Kulissen“ und nicht im Plenum der Kammer beginnen würden. Voraussichtlich werde Maranhao fünf Sitzungen einberufen, um einen neuen Abstimmungsprozess in die Wege zu leiten.

Die getroffene Entscheidung gibt dem Gesuch des Verteidigungsanwalts von Rousseff, Eduardo Cardozo, statt, der dies wegen Mangels an Beweisen für eine Beschuldigung seiner Mandantin gefordert hatte.

Die Korrespondentin versicherte, dass das gegenwärtige Szenario, das Brasilien nach der Entscheidung, die Abstimmung zu annullieren erlebe, etwas sei, das die sozialen Bewegungen und die Anhänger der Präsidentin erwartet hätten.

In der vergangenen Woche hatte Maranhao angdeutet, dass das Land sich über mögliche in den nächsten Tagen getroffene Entscheidungen wundern könnte.

http://de.granma.cu/mundo/2016-05-09/abstimmung-im-brasilianischen-parlament-fur-impeachment-gegen-dilma-annulliert