Caracas. Venezuelas oberste Wahlbehörde hat der Opposition einen schweren Schlag versetzt. Nach Gesprächen mit dieser und der Regierung beschied der Nationale Wahlrat am Mittwoch, dass ein Referendum zur Amtsenthebung des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro erst »in der Mitte des ersten Jahresquartals 2017« stattfinden könne. Selbst bei einem Erfolg wird es dann keine Neuwahlen geben, weil in diesem Falle Maduros Stellvertreter das Amt bis zum Mandatsende im Jahr 2019 übernehmen würde. Oppositionssprecher Jesús Torrealba wollte dem Termin des Wahlrats zunächst nicht zustimmen. Sein Bündnis werde über seine weitere »Strategie für seinen Kampf« beraten, kündigte er nach der Entscheidung des Gremiums an. (AFP/jW)

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