Alba Schweiz lehnt den für Sonntag, den 2. Juni 2019, geplanten Besuch des US-Außenministers Mike Pompeo in der Stadt Bellinzona sowie das Treffen mit Bundesrat Ignazio Cassis ab.

Die Regierung der Vereinigten Staaten, unter dem Vorsitz von Donald Trump, hat in verschiedenen Ländern der Welt Interventionismus und Verletzungen des Völkerrechts zu verantworten. Deshalb betrachten wir Mike Pompeo, den Vertreter dieser Regierung, als “persona non grata” und lehnen seine Präsenz in der Schweiz ab.

Im Jahr 2014 erklärte sich die Bolivarische Allianz für die Völker Amerikas (ALBA) zur Zone des Friedens; damit bekräftigen wir ihr Engagement und die Einhaltung der Grundsätze des Völkerrechts und bedauern die Entschlossenheit der US-Regierung, die geltende Monroe Doktrin von 1823 erneut in Betracht zu ziehen, da es sich um einen Akt der imperialistischen Herrschaft handelt, der den Einsatz militärischer Gewalt nicht ausschließt.

Wir betonen unsere Verteidigung des Rechts der Völker, ihre Gesellschaften zu gestalten und ihre Konflikte friedlich und ohne ausländische Intervention zu lösen. Deshalb lehnen wir das Vorgehen der Regierung von Donald Trump und seinen Verbündeten in Venezuela ab, die, motiviert durch wirtschaftliche Interessen an natürlichen Ressourcen, Wirtschaftssanktionen verhängen und das venezolanische Volk bestrafen, während sie die Anerkennung eines “verantwortlichen Präsidenten” ausländischer Regierungen erzwingen und offen zu einem Staatsstreich und einer ausländischen Militärintervention im eigenen Land aufrufen. Diese Handlungen, die von einer aggressiven Kampagne und einer Medienbelagerung unterstützt werden, verschärfen das Problem und versuchen entschieden, die Möglichkeit einer friedlichen Überwindung einer Krise zu verhindern, die, wie wir hoffen, von den Venezolanern gelöst wird.

Wir verurteilen insbesondere die Verletzung der Grundrechte des venezolanischen Volkes auf Nahrung und Gesundheit durch die von Washington verhängten Sanktionen und die Verletzung der diplomatischen Immunität der venezolanischen Botschaft, die gegen die Charta der Vereinten Nationen und das Wiener Übereinkommen verstößt.

Wir fordern die Regierung der Schweiz auf, das Weiße Haus gemäß den traditionellen Schweizer Werten der Verteidigung von Frieden und Menschenrechten aufzufordern, ihre interventionistischen Manöver in Venezuela einzustellen und die Sanktionen aufzuheben, die Millionen von Venezuelern dramatisch treffen.

Wir fordern Wachsamkeit, Solidarität und vor allem Unterstützung für den einzig vernünftigen Weg aus der von der Mehrheit der Länder im UN-Sicherheitsrat gebilligten Konfrontation: Dialog und Frieden.


KEINE YANKI-Justiz in Venezuela!

ES LEBE DER KAMPF DER VÖLKER UM SELBSTBESTIMMUNG!

CHAVEZ LEBT, DER KAMPF GEHT WEITER!

 

#HandsOffVenezuela   #YankeeGoHome

 

Bern, Mai 2019