5500 5440

 

 

 

Die Bolivarische Republik Venezuela ist neues nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Das südamerikanische Land wurde am Donnerstag in New York mit 181 Stimmen der anwesenden 182 Staaten in das einflussreichste Gremium der Vereinten Nationen gewählt. Auch Angola und Malaysia wurden problemlos gewählt und werden in den kommenden zwei Jahren ohne Vetorecht dem Rat angehören.

Um zwei weitere ausstehende Sitze, die bislang noch von Luxemburg und Australien besetzt wurden, bewarben sich in Kampfabstimmungen Spanien, Neuseeland und die Türkei. Nachdem sich Neuseeland in der ersten Runde durchsetzen konnte, gab es zwischen Madrid und Ankara zunächst keine Entscheidung. Erst im dritten Wahlgang gewann Spanien gegen die Türkei.

Venezuela hatte sich seit Jahren immer wieder um die Mitgliedschaft beworben, seit der damalige Präsident Hugo Chávez 2006 erstmals die Absicht seines Landes bekundet hatte, Mitglied des Gremiums zu werden. Während Caracas in den vergangenen Jahren jedoch nie die Unterstützung aller Nachbarstaaten gewinnen konnte, hatten sich diesmal schon im Juli die Regierungen Lateinamerikas einmütig für Venezuela ausgesprochen. »Das ist ein Sieg für Comandante Chávez«, freute sich entsprechend Venezuelas Außenminister Rafael Ramírez, der eigens nach New York gereist war. Es ist das dritte Mal nach 1962/63 und 1992/93, dass Venezuela dem Sicherheitsrat angehört. (dpa/jW)